Fahrwerk

• Fahrwerksabstimmung
Immer wieder bekommen wir Fahrzeuge hingestellt wo der Fahrer sich über das Fahrverhalten seines Wagens beschwert. Zum Beispiel, das der Wagen auf Landstraßen bei zügiger Kurvenfahrt immer leicht versetzt oder er schiebt über die Vorderachse, bzw. er drängt mit dem Heck ganz plötzlich nach außen. Die Ursache von diesen Phänomen liegt oftmals an ein viel zu hart eingestellten Fahrwerk, oder durch Komponente von unterschiedlichen Herstellern. ( Stoßdämpfer typ X , Federn von typ Y ) So zusammen geschraubte Do it your self Fahrwerke sind der Alptraum jedes TÜV – Prüfers oder Renn – Ing.
Sie sind oft leider auch die Ursache, warum so viele unerfahrene, junge Garagenschrauber aus nicht erklärbaren Gründen im Sommer bei schönstem Wetter oder bei Regen von der Fahrbahn abkommen.
( Nach dem Motto mein Auto ist hart, mein Auto ist tief und aus der Kurve da fliege ich schief! )
Diesen Satz sollten Sie ernst nehmen !
Wir sehen immer wieder Fahrzeuge die sowas von hart sind, das man alle 100 Km aus Sicherheitsgründen die Karosserie auf Risse untersuchen müßte. Deshalb solltet Ihr beim Umbau darauf „genaustens“ achten, daß alle Fahrwerkskomponente passen.
Hier einige Tips:
… Wollt Ihr Euer Fahrzeug nur ein wenig tiefer legen, so reichen Sportfedern mit einer Tiefe von max. 30 mm.
Es gibt auch Federn die eine Tieferlegung bis zu 70 mm erlauben, je nach Fahrzeugtyp. Wir können davon nur abraten. Bedenkt man das dem Serienstoßdämpfer bzw. der Kolbenstange den Arbeitsweg ( Hub ) um bis zu 70 mm genommen wird. Das Ergebnis von solch einen Umbau ist: daß der Dämpfer nicht mehr über den gesamten Hub, sondern nur noch über 1/3 seinen Druck zum Dämpfen aufbauen muß, was nicht funktionieren kann.
Das Resultat ist, daß der Dämpfer bis auf sein Bodenventil durchschlägt und der Dämpfer von Euch zum Alteisen gelegt werden kann. Wollt Ihr trotzdem solch eine extreme Tieferlegung an euren Fahrzeug vornehmen, dann laßt die Kolbenstangen in einer Dreherei um mind. 3 bis 5 cm kürzen und ein neues Gewinde aufdrehen.
( nur bei neuwertigen Stoßdämpfer zu empfehlen ) Bei dieser Gelegenheit solltet Ihr auch gleich einen Öl – Wannenschutz montieren, denn dieser wird ein lebens- wichtiges Utensil für Euren Motor sein.

…Wollt Ihr Stoßdämpfer mit Sporteinstellung und serienmäßige Federn in Euer Fahrzeug verbauen, so könnt Ihr das ohne Bedenken tun. Der Vorteil von so einer Kombination ist, das dem Fahrzeug bei gleicher Höhe die Roll und Nick Bewegung spürbar genommen wird. Gleichzeitig verbessert sich das Ansprechen der Lenkung und auch dem Bremsverhalten hilft es spürbar. Im Kurven – Verhalten werdet Ihr merken das sich Euer Fahrzeug besser und zielgenauer um die Kurve fahren läßt, aber kaum schneller. Der Grund hier für liegt im immer noch serienmäßigen hohen Schwerpunkt. Bei Komplett – Paketen ( Sportstoßdämpfer mit kürzeren Federn) liegt der Vorteil klar auf der Hand. Diese Fahrwerke sind in langen und ausgiebigen Testversuchen von den Hersteller auf das jeweilige Auto abgestimmt, und tragen nicht nur zum besseren Fahrverhalten bei, sondern auch zur Optik. Hier zwei Hersteller die wir sehr empfehlen können. „H&R und KW“ Fahrwerke.

Schraubfahrwerke: ( in Höhe und Tiefe verstellbar)
Bei so genannten Schraubfahrwerke wird es schon ein wenig komplizierter.
Viele Fahrer von solchen Komponenten glauben man kann je nach belieben sein Auto hoch oder runter schrauben, und das Fahrverhalten bleibt gleich. Falsch !!! Auch hier werden die meisten Fehler gemacht.
Ein Beispiel:
Falsch:
Fahrwerk eingebaut, runter von der Hebebühne auf die Räder gestellt und nach Anzahl der Umdrehung an den dafür vorgesehenen Schraubplatten am Dämpfergehäuse eingestellt. Bei dieser Methode kommt es mit 100% -iger Sicherheit zu einem Höhenunterschied von bis zu 10mm.
So machen Sie es richtig:
Bei der Dämpfer/ Federeinheit im ausgebauten Zustand eine Grundeinstellung vornehmen, anschließend einbauen. Mit dem neuen Fahrwerk min. 5 km fahren, damit die Dämpfer und die Federn sich richtig einarbeiten.
( im Stoßdämpfer das Öl bzw. das Gas ).
Erst jetzt könnt Ihr anfangen das Auto auf die gewünschte Höhe/ Tiefe zu bringen.
Am besten geht dies auf einer Auffahrt – Bühne, wo das Fahrzeug auf alle vier Räder steht.

Bei Schraubfahrwerken mit einstellbarer Druck – und Zugstufe ( eigentlich nur etwas für die Rennstrecke) solltet Ihr bedenken das Euer Auto auch im Regen ein optimales und neutrales Fahrverhalten haben soll. Das heist Ihr müßt einen Kompromiss bei der Einstellung machen; es sei denn Ihr seid Schönwetterfahrer.
Wenn nicht, stellt das Fahrwerk auf Trocken ein und nehmt von der Einstellung 1/3 zurück und gebt bei der Achsvermessung dem Sturz ein wenig mehr Negativ als der Hersteller vorschreibt.( Beispiel: Serie 1.02 Grad – nachher 1.05 Grad ).
Ihr werdet überrascht sein wie Euer Fahrzeug auf der Straße und in den Kurven
punktgenau gesteuert werden kann. Nach dem Ihr das Fahrwerk eingestellt habt,
laßt Ihr das Fahrzeug neu vermessen.

DOM – Streben
Zu diesen Einbauteilen können wir nur zuraten. Solche Komponente sind sehr effektiv und stellen bei richtiger Anwendung eine gute Fahrwerkoptimierung dar.
Eine weitere Alternative zu den DOM – und Fahrwerksstreben sind einstellbare Stabilisatoren. Wenn dies alles zu aufwendig ist, der sollte auf andere DOM – und Stabilisatorgummis ausweichen. Hier wird auch von vielen Zubehörherstellern eine Menge angeboten.
Wir empfehlen, wenn für Eurer Fahrzeug lieferbar ist, diese Teile aus Polyamiet bzw.aus Aluminium zu nehmen.